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5 Jahre Stauseepiraten - Beitrag der LVZ vom 05.08.2013

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Piratenfest zum fünften Geburtstag am Stausee Rötha
Gislinde Redepenning
 
Rötha. Röthas Stauseepiraten hatten am Sonnabend ihr Domizil am Heimatgewässer mit viel Liebe
zum Detail in eine Hochburg für Fans der Seeräuberei verwandelt. Anlass: die Feier des fünften
Geburtstags, zu dem alle Röthaer und Freunde des Wassersports eingeladen waren.
"Bisher veranstalteten wir Tage der offenen Tür, zum runden Geburtstag ist Piratenfest das Motto",
erklärte Kerstin Große, zünftig wie alle anderen Mitglieder, die fürs Gelingen der Veranstaltung
einstanden, im witzigen Vereinsdress mit Totenkopflogo - bei den Damen ist der mit einer Schleife
verziert - und Wikinger-Drachenboot.
Neben unterhaltsamen Angeboten für die ganze Familie, kulinarischen Genüssen aller Art vom
Piratengrill bis zur Piratenbar, nutzten das Drachenbootteam als auch die Kanu-Rennsportler die
Chance, sich und ihre Sportgeräte eindrucksvoll vorzustellen.
Das Drachenbootteam präsentierte mit berechtigtem Stolz die in den vergangenen Jahren
gewonnenen, fantasievoll gestalteten Pokale. Kerstin Große zeigte die schönsten Stücke: "Die Veranstalter lassen sich immer etwas einfallen, manche sind mit Drachen verziert, die gefallen mir persönlich am besten." Schatztruhen sind dabei und ein umgearbeitetes Stück Brikett der Mibrag, das es im letzten Jahr am Mondsee für jeden Teilnehmer gab.
Viel Applaus kam vom staunenden Publikum am Ufer für die Schau auf dem Wasser. Mit einem kräftigen, durchs Megafon gerufenen Startsignal schickte Jens Mehnert das Drachenboot ins simulierte Rennen. Venice Gehrke sorgte im Piratenkostüm stimmgewaltig und mit viel Rhythmusgefühl an der Trommel für die nötige Anfeuerung. "Mit ,Are you ready?' gehts los, bei ,Attention' ist höchste Konzentration angesagt und bei ,Go' kocht der See", erklärte Große.
Dieter Reich, in jüngeren Jahren selbst aktiv und früher Sektionsleiter Kanu in der BSG Chemie Böhlen, führte charmant, scherzhaft und informativ durch die Ausstellung verschiedenster Kanus, darunter ein seltenes Exemplar aus Mahagoni. 1957 gebaut und seitdem gehegt und gepflegt, dient das ehemalige Renn- noch immer als Lernboot.
Live-Musik kam von den jungen Musikern des Baltic Sea Projects. Den klangvollen Namen haben die Leipziger mit einem internationalen Unesco-Schulprojekt gemeinsam, entstanden ist er aber bei einem Ostseeurlaub der Freunde. "Wir haben auf dem Zeltplatz gemeinsam Musik gemacht, einfach aus Spaß" erzählt Sänger und Gitarrist Marcel Kröber, der zuvor die Chance genutzt hatte, unter Anleitung von Jens Mehnert eines der Wanderkajaks auszuprobieren. "Als immer mehr Leute zuhörten, dachten wir uns, das könnten wir auch als Band präsentieren."
Der Erlös des Festes dient der Sanierung des Bootshauses, das müsse dringend aufgepeppt werden, so Große. Dafür würden auch eigens zum Geburtstag hergestellte Buttons mit dem Stauseepiraten-Logo für einen kleinen Obolus verkauft. Tatkräftige Unterstützung kam von der Freiwilligen Feuerwehr Rötha, die ein Zelt aufgebaut hatte und zu Schlauchboottouren auf dem Stausee einlud.
 
LVZ 2013
Foto: Gislinde Redepenning
Ablegenmit Gebrüll: Teamgeist und kraftvollePaddelschläge präsentierte dasDrachenbootteam der Stauseepiratenzwischen Trommlerin Venice Gehrkeund Steuermann Christian Meister.
 
Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.08.2013
© LVZ-Online, 04.08.2013, 18:04 Uhr
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